Dracholin - Kompetenz in moderner Baugestaltung

Kompetenz in moderner Baugestaltung

Änderungen ab dem 1. Januar 2016 gültig

Ab 1. Januar 2016 sind die zusätzlichen Brandschutzmaßnahmen für schwerentflammbare WDV-Systeme mit EPS-Hartschaumplatten auszuführen.

Die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) geplanten Änderungen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für schwerentflammbare Wärmedämm-Verbundsysteme mit EPS werden zum Ende des Jahres erteilt und gelten ab dem 1.Januar 2016.

Mit den neuen Anforderungen wird der Brandschutz bei Brand außerhalb des Gebäudes, z.B. durch unmittelbar an der Fassade stehende Müllcontainer, verbessert.

Der Brandschutz bei WDVS mit EPS-Dämmstoffen ist in den bauaufsichtlichen Zulassungen geregelt. Bisher wurde das Brandszenario Raumbrand, also die Brandweiterleitung von innen nach außen für die konstruktive Ausführung des Brandschutzes zu Grunde gelegt und dafür die Maßnahmen für den Einbau der Brandriegel geplant.

Um das WDVS mit EPS-Dämmstoffen noch sicherer zu machen, wurde von der Bauministerkonferenz eine Versuchsreihe in Auftrag gegeben, die das WDV-System widerstandsfähiger gegen eine außerhalb des Gebäudes und in unmittelbarer Nähe zur Fassade wirkende Brandbeanspruchung machen soll. 

Dazu sind zusätzlich zu den in den bauaufsichtlichen Zulassungen vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen drei weitere gebäudeumlaufende Brandriegel als Schutzmaßnahmen in das WDVS zwischen dem Sockel und dem 3.Geschoss einzubauen. Außerdem ist ein Brandriegel als oberer Abschluss unterhalb von angrenzenden brennbaren Baustoffen, wie dem Dach, anzuordnen.

Für gesonderte Anwendungsfälle wie z.B. WDVS mit EPS-Dämmstoffen im Holzbau gelten erweiterte Anforderungen.

WDVS mit angeklebtem bzw. angeklebtem und zusätzlich angedübeltem EPS-Dämmstoff mit Dicken bis 300 mm auf massiv mineralischen Untergründen mit Putzschicht

Als Schutzmaßnahme gegen eine Brandeinwirkung von außerhalb des Gebäudes sind zusätzlich zu den bisher in den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen folgende gebäudeumlaufende Brandriegel als Schutzmaßnahmen in das WDVS einzubauen:

1. ein Brandriegel an der Unterkante des WDVS bzw. maximal 90 cm über    
Geländeoberkante oder genutzten angrenzenden horizontalen Gebäudeteilen (z.B. Parkdächer u.a.).

2. ein Brandriegel in Höhe der Decke des 1. Geschosses über Geländeoberkante oder an-
grenzenden horizontalen Gebäudeteilen nach Nr. 1, jedoch zu dem darunter  angeordneten Brandriegel mit einem Achsabstand von nicht mehr als 3 m. Bei größeren Abständen sind zusätzliche Brandriegel einzubauen.

3. ein Brandriegel in Höhe der Decke des 3. Geschosses über Geländeoberkante oder an-
grenzender horizontaler Gebäudeteile nach Nr. 1, jedoch zu dem darunter angeordneten
Brandriegel mit einem Achsabstand von nicht mehr als 8 m. Bei größeren Abständen sind
zusätzliche Brandriegel einzubauen.

4. weitere Brandriegel an Übergängen der Außenwand zu horizontalen Flächen (z. B. Durch-
gängen, - fahrten, Arkaden), soweit diese in dem durch einen Brand von außen beanspruchten Bereich des 1. bis 3. Geschosses liegen.

Die Brandriegel sind mit nichtbrennbaren Mineralwolle-Lamellenplatten, mindestens 200 mm hoch, mit mineralischem Klebemörtel vollflächig zu verkleben und zusätzlich mit bauaufsichtlich zugelassenen Dübeln zu befestigen. Die Dübel müssen aus Dübelteller (Durchmesser 140 mm) und Hülse, sowie ein Spreizelement aus Stahl aufweisen.

Weiterhin ist ein Brandriegel (wie vorstehend beschrieben) maximal 1,0 m unterhalb von angrenzenden brennbaren Bauprodukten (z. B. am oberen Abschluss des WDVS unterhalb eines Daches) in der Dämmebene des WDVS anzuordnen. Dieser Brandriegel ist mit einem Klebemörtel vollflächig anzukleben; eine zusätzliche Verdübelung mit zugelassenen WDVS-Dübeln ist jedoch nur auszuführen, wenn sie zur Aufnahme der Lasten aus Winddruck (Windsog) benötigt wird.
An Gebäudeinnenecken sind in den bewehrten Unterputz Eckwinkel aus Glasfasergewebe mit bestimmten Anforderungen an Flächengewicht und Reißfestigkeit einzuarbeiten. DRACHOLIN bietet dazu den Inneneckwinkel „Flexi“ an.
Oberhalb des 3. Geschosses gelten die bekannten Anforderungen an Raumbrände, mit einem Brandriegel in jedem 2. Geschoss.

Wir verweisen auf die Homepage des Deutschen Institut für Bautechnik DIBt, Berlin. In dem „Hinweis des Deutschen Institut für Bautechnik DIBt, Berlin vom 27. Mai 2015“ sind die umfassenden Änderungen bei der Ausführung des Brandschutzes für verschiedene Anwendungsfälle nachzulesen.

Webseite des DIBt: www.dibt.de